Der Auerochs

Das Buch „Der Auerochs“ ist in russischer Sprache erschienen

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In dem Buch und Bildband „Der Auerochs, das Europäische Rind“ wird die Naturgeschichte des Urrindes seiner Verbreitung sowie seines Aussehens und Verhaltens wie auch seiner Ausrottung und erstmaligen Rückzüchtung durch die Gebrüder Heck in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhundert geschildert.

In den 1980er Jahren wurde die Weiterentwicklung dieser Abbildzüchtung durch den Autor des Buches Walter Frisch dadurch gefördert, dass diese Rinder erstmals die Tier- und Wildparks verlassen haben und durch ihn auf größeren landwirtschaftlichen Flächen ganzjährig auf extensiven Weiden für die Landschaftspflege eingesetzt wurden. Von im Jahre 1980 im Internationalen Zuchtbuch für Auerochsen in Tierparks erfassten 88 registrierten Heckrindern – wie diese auch genannt werden – hat such der Bestand bis 1985 im Zuchtbuch auf 186 Tiere vergrößert, wobei 1980 sicher noch nicht alle seinerzeit lebenden Tiere erfasst waren. Zwischenzeitlich ist der Bestand europaweit auf mehr als 4.000 Tiere angewachsen.

Im Sommer 2018 hat sich der „Beremytske Naturpark“ aus der Ukraine für diese Entwicklung und artgerechte Rinderhaltung interessiert und das Buch „Der Auerochs“ gekauft.  Anlässlich eines Vortrags des Autors im November 2018 am Starnberger See

begrüßte dieser eine Delegation aus der Ukraine und seit dieser Zeit kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit mit der Folge, dass das Buch „Der Auerochs, das Europäische Rind“ in die russische Sprache übersetzt wurde und der Autor am 18. Oktober 2019 in Kiew eine Ausstellung mit wertvollen Exponaten des Urrindes eröffnete und am 19. Oktober im Beremytske Naturparkeinen Vortrag über das Thema des Buches halten konnte. Noch im Jahr 2019 werden 12 rückgezüchtete „Auerochsen“ im Beremytske Naturparkangesiedelt werden.

Diese Entwicklung ist von wesentlicher Bedeutung, wird doch der „wiedergeborene Auerochse“ zukünftig von der Ukraine aus das ursprüngliche Verbreitungsgebiet seiner Ahnen in Eurasien wieder erobern und zur Erhaltung offener und halb offener Landschaftsbereiche sowie der Artenvielfalt beitragen.

Seeshaupt, November 2019

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