Der Auerochs

Kurzbeschreibung zum Fachbuch und Bildband “Der Auerochs”

Auerochsen
Der Auerochs
Der erste und bislang einzige, umfassende Bildband über den historischen Auerochsen von Walter Frisch.
Written by: Walter Frisch
Published by: Ilka Frisch
ISBN: 978-3-00-026764-2
Available in: Hardcover
Walter Frisch
Der erste und bislang einzige, umfassende Bildband über den historischen Auerochsen von Walter Frisch. Diese Website informiert über den Autor, das Buch und den Auerochsen.
Watzmannstraße 4
Starnberg
82319
DE
Phone: +49 8151-189194
Fax: +49 8151-189195

In der Einleitung werden die letzten Tage des Auerochsen aus der Sicht zeitgenössischer Wissenschaftler und anhand authentischer Protokolle und Stiche ausführlich beschrieben. Mehreren Lustrations-Protokollen des königlichen Waldes Jaktorówka in Polen aus den Jahren 1553  bis 1630 verdanken wir genaue Informationen über das Hinscheiden der letzten Auerochsenherde von zunächst 30 Uren, Stiere, Kühe und Kälber. In der Lustration von 1620 wird gemeldet, dass nur noch eine Kuh überlebt hat und in der Lustration von 1630 wird angegeben, dass diese Kuh im Jahr 1627 gestorben sei.

Im Ersten Teil des Buches wird die Naturgeschichte des Ur oder Auerochs, belegt durch viele Original-Dokumente und farbige Abbildungen erzählt. Eine Vielzahl von Bezeichnungen und Namen, die auch unter Wissenschaftlern unterschiedlich verwendet wurden und werden, sind für den deutschsprachigen und europäischen Raum beschrieben. Die Abstammung des Bos primigenius – wie die wissenschaftliche Bezeichnung des Urrindes durch Bojanus 1826 festgelegt wurde – von den ursprünglichen Formen der Antilopen (Antilopinae) wird durch den Stammbaum der Hohlhörner mit wissenschaftlichen Belegen erläutert.

Verwandte Rinderrassen und die vorgeschichtliche und geschichtliche Verbreitung des Urrindes sowie seine Wanderungen lassen eine klare Unterscheidung des Bos primigenius primigenius sowie des Bos primigenius africanus und die Entwicklung des Europäischen Rindes zu. Spät steinzeitliche Künstler haben das Urrind neben vielen anderen Gattungen in Spanien und Südfrankreich genauso wie in Sibirien dokumentiert, Felsgravuren belegen das Vorkommen des Auerochsen in Oberägypten  und Nordafrika. Darstellungen des Auerochsen werden bis ins 19. Jahrhundert mit vielen farbigen Abbildungen und Fotografien belegt. Versteinerte und konservierte Funde des Auerochsen werden anhand von Originalfotografien von ganzen Skeletten, Auerochsen-Schädeln und Schädel- sowie Horn-Fragmenten neben Trinkhörnern, unter denen sich auch des Horn des letzten Auerochsen-Stieres von 1620 befindet, gezeigt.

Die äussere Erscheinung, die Lebensweise, das Verhalten  wie auch die Domestikation und die Beschreibung der Nachfahren des Urrindes bilden den Abschluss des Ersten Teils des Buches.

Im Zweiten Teil des Buches wird die Zuchtgeschichte des rückgezüchteten „Auerochsen“ – auch Heckrind genannt – erzählt. Einen breiten Raum nehmen die Beschreibungen der beiden Brüder Dir. Heinz und Prof. Lutz Heck ein, die mit Ihren Berichten zu den Grundlagen und Ergebnissen der Münchner- und Berliner-Zuchtlinie selbst zu Wort kommen. Die Entstehung des Deutschen Zuchtbuches der „Auerochsen“, die Gründung des Vereins zur Förderung der „Auerochsenzucht“ VFA e.V. und die heutige Verbreitung geben, neben dem in den 1980er Jahren entstandenen Boom in der Entwicklung der „Auerochsenzucht“, ein beredtes Zeugnis der Vorgeschichte zu der wiederentdeckten Aufgabe des „Neuen Auerochsen“, den Stefan SCHOMANN in GEO, Heft Nr. 6 im Juni 1999 wie folgt beschreibt:

„Archaische Gestalten durchstreifen winterliche Auen. Doch keine Wiedergänger aus prähistorischen Zeiten sind das, sondern moderne Plagiate des wilden Ur. Dem ausgestorbenen Ahnen aller Rinderrassen haben Züchter zu neuen Stammhaltern verholfen – und eine zweite Ur-Zeit ins Leben gerufen“.

Bilder-Galerien, Lebensweise und Verhalten sowie die Aufgabe des „Neuen Auerochsen“ als Vertreter seiner Ur-Ahnen im Naturschutz und der Landschaftspflege bilden neben der Beschreibung seiner Lebensräume und beispielhaften Landschaftspflege-Projekten den Abschluss des umfassenden Fachbuches und Bildbandes über den Auerochsen.

Im Dritten Teil sind die Verzeichnisse der Abbildungen und der verwendeten Literatur festgehalten.